UmbauModifikationOriginalEndtoepfeRaptor


Hinzugefügt von Markus am 04.06.2002





Umbau/Modifikation der Endtöpfe Cagiva Raptor 1000

Bruno Hansmann hat seine original Endtöpfe modifiziert, um etwas mehr Sound in die Landschaft zu bringen.




Bruno schreibt folgendes dazu:

Servus, ich habe meine originalen Endtöpfe der V-Raptor 1000 umgebaut. Dabei kam ein absolut geiler Sound raus. Im Standgas klingt sie recht human und wenn man den Hahnen aufreißt brüllt sie absolut geil.


Benötigtes Material:

  • Ca. 4 Edelstahl-Flexscheiben
  • Flex
  • Metallsäge
  • Inbusschlüssel und Gabelschlüssel
  • Ca. 20 cm Edelstahl-Rohr (30er Durchmesser)
  • Möglichkeit zum Edelstahlschweißen
  • Großer Hammer und Meisel bzw. Eisenstange
  • 8 Gasdichte Nieten
  • Nietenzange


Und so läuft es ab:
Endtöpfe abmontieren und auf einen alten Teppich legen um das Carbon zu schonen. Die Metallhalterung der Endtöpfe mit der sie am Soziusrastenträger verschraubt wird entfernen. Die Schelle hinten und vorne am Endtopf lösen, dazu die Nieten aufbohren falls ihr welche habt. Meine waren genietet, aber die früheren Versionen nicht. Nun mit einem Messer die Klebestelle des Carbon öffnen. Die Carbonverkleidung kann nun nach vorne abgezogen werden.

Als nächstes nehmt ihr die Flex und trennt mit einem sauberen Schnitt die originale Schweißnaht des Endtopfes vorne und hinten auf. Es muss beidseitig sein, da man das Innenleben sonst nicht rausbekommt. Ihr kommt mit den Flexscheiben nicht weit genug rein, deshalb müsst ihr den Rest des innenrohres eventuell mit der Metallsäge durchtrennen um die Endstücke abnehmen zu können.

Jetzt habt ihr den Topf vor euch. Stellt ihn auf ein Stück Holz und Schlagt das Innenleben mit einem Hammer und einem Meisel von einer Seite zur anderen durch. Wenn dies geschehen ist, habt ihr eine Leere Endtopfhülle.

Jetzt muss der Schweißer ans Werk. Schweißt an das hintere Endstück ein Stück Edelstahl-Rohr in einem Schrägen Winkel an, damit man nicht in den Topf sehen bzw. stochern kann.
Bei mir war das Schon alles. Habe das Rohr soweit wie möglich an den Rand des Topfes reichen lassen um den Klang etwas zu dämpfen. Je nachdem wie viel Sound ihr wollt könnt ihr euch verschiedene Dämpfungen einfallen lassen. Meine Lösung ist absolut geil, aber halt recht laut.

Nun lasst ihr die beiden Endstücke wieder mit der Hülle verschweißen. Die Schweißnähte werden nun gebeizt. Dies lässt die Verfärbungen durch das Schweißen wieder verschwinden.

Jetzt befestigt ihr die Carbonhüllen wieder mit den Schellen und der Metallhalterung. Eine erneute Klebung ist nicht notwendig, da die Schellen ausreichen. Allerdings ist das anbringen der Schellen etwas doof und man muss ne zeitlang spielen damit alles passt und die Schweißnähte wieder verdeckt sind und das Carbon auch hält. Jetzt bohrt ihr an den dafür vorgesehen Stellen, wo die Nieten waren, wieder Löcher in die Schellen und setzt dort die gasdichten Nieten, um ein Lösen der Schellen zu vermeiden.

So, jetzt seid ihr fertig. Ranmontieren und den Sound genießen. Falls euch der Topf nun zu laut ist, so steckt ihr Krümmerseitig eine Lochblechkonstruktion in den Topf ein und füllt diese mit Auspuffwolle auf. Dies könnt ihr so stark oder schwach machen bis der Sound passt.
Viel Spaß damit
Bruno Hansmann

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Hier sind die Bilder 1 bis 5 noch mal in größerer Auflösung:

Bild 1 (218kb)AABild 2 (232kb)AABild 3 (203kb)AABild 4 (156kb)AABild 5 (209kb)


nachtrag:
nach einigen wochen fahrt mit den neuen töpfen hat es mir die schweißnaht der edelstahlrohre an das endrohr abvibriert.

Folgende modifikation der konstruktion ist daher notwendig: an die rohre, die an das endstück geschweißt werden, um ein durchstochern und hineinschauen in den leeren topf zu verhindern und auch etwas den sound zu dämpfen, müssen seitlich noch streben angebracht werden. Und zwar am unteren ende der rohre. Dies verhindert die schwingung dieser rohre und somit das einreißen der schweißnaht durch materialermüdung.






Grüße Markus


Letzte Änderung: 24.11.2002 19:59:02 - Autor: Markus - Letzter Autor: Markus
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